Gemeinsame Jahre

 

Einweihung des Eulen-Kreisels in Widen, 2000
Foto: Unbekannt


Vernissage-Ausstellung Bahnhof Stadelhofen, Zürich, 1997
Foto: Robert Elter


Bruno und ich
Foto: Reto Guntli


Unsere Töchter Mireille und Rebecca, Bruno und ich auf der Eule für Wien, 1984
Foto: Unbekannt


Bruno und Maria Anna – die gemeinsamen Jahre

1965

Bruno und Maria Anna lernen sich kennen

Ab 1966

Berufliche Zusammenarbeit von Bruno und Maria Anna
Auf Wunsch von Bruno gibt Maria Anna ihre Weiterbildung zur Keramikerin auf, um mit Bruno gemeinsam zu arbeiten.

Um das Haus stehen nur die ersten Säulen, noch nichts im Park. Maria Anna bereitet Lehm zu, hilft auftragen, stampft den Beton, einen Betonvibrator können sich die beiden noch nicht leisten. Sämtliches Baumaterial führt Maria Anna zuerst im Opel Kadett, dann im VW Bus nach Hause, (später wird der Zement von der Holcim zugestellt.) Zusammen mit Bruno nagelt Maria Anna die Nut- und Kammbretter für die Zimmerdecke in der «Stube» (heute Büro). Sie legt die B’setzisteine auf den Platz vor dem Haus bis zum Tor. Bruno modelliert die Drachengeländer für den ersten Stock, Maria Anna setzt die «Noppen» und modelliert das was man «nicht sieht» - die Löcher. Sie fertigt erste Kunststoffarbeiten gemeinsam mit Bruno: die Schlangenrutschbahn und den 3 m hohe Eulenspiegel (im Atelier), sowie die Aussenwand des Pavillons. Längere Zeit macht sie selbstständig weitere Abformungen von Brunos Skulpturen. Die Wienereule wird von zwei Mitarbeitern und Maria Anna in Kunststoff handlaminiert abgeformt (sie verarbeiten dafür über eine Tonne Polyester). Den Mosaikboden im Essraum mit dem Labyrinth legt Maria Anna, nach eigenem Entwurf.
 
  Maria Annas weitere Funktionen sind
  • Gastgeberin für Freunde, Kunden, Gönner, Journalisten, etc.
  • Administratorin: Maria Anna Weber stellt Gesuche an die Eidgenossenschaft, ein Beitrag von CHF 5‘000 wird noch vom Bundesrat Hürlimann gezeichnet. Vom Kuratorium Aargau erhält Bruno Weber zwei Mal Beiträge, spätere Finanzierung durch verschiedene Aufträge. Gesuche für Druckkostenbeiträge beim ersten, wie auch beim dritten Buch, erledigt Büroarbeiten, das PR, fotografiert viele der Werke von Bruno, Fotos, die im ersten Buch erschienen. Zusammenarbeit mit dem Benteli Verlag beim zweiten Buch.
  • Managerin für Bruno und seine Werke
  • Ab 1972 wird sie ausserdem Mutter von 2 Kindern und damit auch Managerin eines grossen Haushalts.
Der Aufgaben waren viele, so dass sie immer wieder einen Spagat machen musste zwischen Mutter sein und Geschäftsfrau.
 
ab 1969 Alle Honorare von Aufträgen werden ins Weiterbauen investiert
(von Tantris in München, Üetliberg, Sevilla, Schlangenbrücke in Klingnau, Säulenkapitelle Aula Nussbaumen, u.a.m.)
 
1972 Geburt der beiden Töchter Mireille und Rebecca
 
1972 Nach der Geburt der Zwillinge kann Maria Anna Fabio als Mitarbeiter für Bruno gewinnen, die Schlangenbrücke entsteht.
Beim Bau des Turms ist ein Mann am Betonmischer, Bruno am Betonieren auf dem Gerüst und Maria Anna führt den Kran.
 
1973 – 1992 Alle Mitarbeiter erhalten Kost und Logis bei Webers
So können die Löhne niedrig gehalten werden.
 
1973-1990 Zeit der ersten Anfeindungen an Brunos künstlerischem Werk
Maria Anna unterstützt ihren Mann in dieser harten Zeit immer wieder mit ihrem starken Glauben an die Wichtigkeit und Bedeutung seines Werkes. Bruno betont später, wie wesentlich wertvoll und notwendig diese Unterstützung war. Bruno will jeweils die Meinung von Maria Anna bezüglich seiner Entwürfe und Ideen hören.
 
1974 Finanzierung des Gesamtkunstwerks
Sämtliche Einnahmen durch Aufträge sowie das Erbe von Maria Anna Weber werden in das Gesamtkunstwerk investiert.
 
1976 Bruno und Maria Anna gründen mit Freunden die Gesellschaft Weinrebenpark, heute genannt Verein Freunde Bruno Weber Park.
 
1977 Heirat mit Bruno Weber
 
1979-1981 Ausstellungen
  • Aargauer Kunsthaus, Aarau (1979)
  • Schweizerische Plastikausstellung, Biel (1980)
1989 Kontakt zu Harald Szeemann
Es gelingt Maria Anna, den Kontakt zu Harald Szeemann herzustellen. Maria Anna bringt Bruno die Nachricht auf die Baustelle und liest sie ihm vor. Er sagt: «Du strahlst, als hättest Du eine Million gewonnen!» Aus diesem Kontakt entstand der Auftrag für die Weltausstellung in Sevilla.
 
1990 Gründung der Stiftung
Bruno Weber Maria Anna Weber und Heidi Weber (Erbauerin des Centre Le Corbusier in Zürich), die Stiftung Weinrebenpark – Bruno Weber. Der Erhalt des Werks sollte gesichert sein, auch wenn Bruno Weber nicht mehr lebt und der Erhalt des Werks sollte nicht allein von der Familie getragen werden. Bruno Weber ist Stiftungspräsident und Stifter mit einer Ersteinlage von CHF 100'000.
 
1991-1994 Ausstellungen
  • «Bildnis des Menschen unserer Zeit», Säckingen und Nürnberg (1981)
  • «Visionäre Schweiz», Kunsthaus Zürich (1991)
    Weltausstellung in Sevilla (1992)
  • «Visionäre Schweiz», Reina Sofia, Madrid (1992)
  • «Phantastische Kunst», Kulturzentrum Zitadelle, Venedig (1994)
1994-1997 Beim Bau der Flügelhunde beschäftigen die beiden fünf Mitarbeiter
dies ohne Gönnerbeiträge; mit Eigenkredit.
 
1995-1997 Ausstellungen
  • Seedamm Kulturzentrum, Pfäffikon (1995)
  • «Na-Tour 97» Skulpturenweg, Hitzkirch (1997)
1999-2001 Ausstellungen
  • Einzelausstellungen im «down-town» Bahnhof Stadelhofen, Zürich (1995)
  • Skulpturenausstellung, Kulturpalast Reineck (2001)
2004 Maria Annas Initiative für Gönnerbeiträge für den Wassergarten
Maria Anna weiss, dass sie den Kanton Aargau jetzt als Gönner gewinnen muss, Bruno ist 73 Jahre alt.
Nach langen Bemühungen gibt der Stiftungsrat grünes Licht. André Hofer bringt die SFR 600‘000 vom Kanton Aargau ein. Ebenso stellt er an den Kanton Zürich ein Gesuch.
 
2005 Kanton Aargau leistet Gönnerbeitrag von CHF 600‘000
 
2005 Gönnerbeitrag durch Kanton Zürich: CHF 400‘000
Ein Förderer von Bruno, Dr. Markus Notter, setzt sich ein für einen Gönnerbeitrag vom Kanton Zürich.
 
2006 Beginn des Baus des Sockelgeschosses mit dem Wassergartensaal
 
Ab 2009 Innenausbau des Wassergartensaals
Maria Annas Wirken konzentriert sich auf den Innenausbau des Wassergartensaals, die Tochter Mireille wirkt mit, Bruno begleitet das Gestalten des Saals trotz seiner Behinderung durch Parkinson bis beinahe zum Ende. In ihrem Konzept führt Maria Anna Brunos Handschrift fort. Die Tochter Rebecca erstellt die Mosaikarbeiten im Raum für die Musiker. Jimmy und Gabi führen die Arbeiten mit grossem Engagement aus. Die Pfauen-WCs führen Gabi Spögler, Nelly Hruby und Suleika de Vries, drei Künstlerinnen, unter der Leitung von Maria Anna aus.

2011 Bruno feiert seinen 80. Geburtstag!
Otto Müller, Stadtpräsident, überreicht Bruno Weber zum 80. Geburtstag den Kulturpreis der Stadt Dietikon.
Maria Anna initiiert, dass das dritte Buch über sein Gesamtkunstwerk «Bruno Weber – die Kraft der Fantasie» ihm an seinem Geburtstag überreicht werden kann. Geplant war, dass es zum 80. Geburtstag erscheint.
 
Okt. 2011 Erscheinen des Buches über Brunos Gesamtwerk «Bruno Weber – die Kraft der Fantasie»
Drei Tage vor seinem Tod (24. Oktober) kann Bruno das erste Exemplar seines Buches in die Hand nehmen. Es ist, als schöpfe er Zuversicht in das gute Weiterbestehen seines Werkes. Bruno wollte immer, dass sein Werk in der Familie bleibt.
 

Videos

The monumental works of Bruno Weber
© swissinfo

Water Garden for Swiss artist
© swissinfo